Nordsee St. Peter - Ording_Hero Image, © Foto Oliver Franke/www.nordseetourismus.de

Nordsee Schleswig-Holstein

Auf dem Meeresboden von einer Insel zur anderen laufen. Schlick zwischen den Zehen spüren. Wolkenbilder beobachten und mit Herzklopfen durch das Salzwasser hüfttiefer Priele waten.

Zusehen, wie sich Seehunde und Kegelrobben in der Sonne herumkugeln. Eine Sturmflut live erleben: Auf einer Hallig mitten im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer aus der gut geheizten Bauernstube verfolgen, wie draußen Brandung, Böen und Gischt tosen.

Das sind Glücksmomente, wie man sie nur an der Nordsee erfahren kann.

Weite und Ruhe erlebt man auch auf den Inseln und am Festland. Kilometerlange Sandstrände erstrecken sich vor Sylt, Amrum und St. Peter-Ording. Genug Platz zum allein sein, wandern, sich den Kopf frei pusten lassen. Kräftiger Wind weht an der Nordsee fast immer. Wer ihn herausfordern will, geht Strandsegeln: Hier düst man auf drei Rädern über die Sandbänke und spürt die Kraft des Nordseewindes – kostenloses Gesichtspeeling inbegriffen.

Tipps für den Urlaub an der Nordsee Schleswig-Holstein gibt es auch im Blog unter www.glücksküstenschnack.de

Die Nordsee erleben!

Das erste Mal an der Nordsee?

St. Peter-Ording Meerblick, © TA.SH / Jan-Christoph Schultchen

Dem Himmel ganz nah

Über 4.410 Quadratkilometer erstreckt sich der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer vor der Nordseeküste - etwa 45 mal so groß wie die Insel Sylt. In diesem Naturreservat mit Schlick und Sandbänken, Dünen, Deichen und Salzwiesen leben rund 10.000 Tier- und Pflanzenarten. Die Weite, die Ruhe und das Spiel von Wolken und Sonnenlicht lassen den Alltag beim Wattwandern weit weg rücken.

Highlights der Nordsee Schleswig-Holstein 

  • Urlauber auf Amrum und Föhr können über den Meeresboden von der einen Insel zur anderen wandern. Wer eine Wattsafari mitmacht, sieht nicht nur Seehunde beim Sonnenbaden, sondern auch Schweinswal und Seeadler bei der Jagd.
  • Eine Nacht im Schlafstrandkorb an der Nordseeküste verbringen. Aufwachen unterm Sternenhimmel - das weckt Kindheitserinnerungen und macht glücklich!
  • In der Seehundstation Friedrichskoog kann man junge Kegelrobben und Seehunde beobachten. Biologen und Tierpfleger ziehen hier die kleinen Heuler auf, die von der Mutter getrennt wurden, und bringen ihnen bei, was ein junger Seehund lernen muss: schwimmen, ganze Fische fressen und nicht mit Artgenossen raufen. 
  • Nordsee pur erleben Besucher auf den Halligen. Zehn dieser kleinen, flachen Eilande liegen im Nationalpark Wattenmeer verteilt – Überbleibsel von Landstrichen, die bei Sturmfluten vor Jahrhunderten im Meer versunken sind. Urlaub auf der Hallig bedeutet eine Auszeit mitten im Meer, weit weg von Hauptverkehrsstraßen, Shopping-Centern und Menschenmengen. 
Biikebrennen in Tönning, © TA.SH

Künstler, Kohlbauern und die Tote Tante

Ein Vorreiter der expressionistischen Malerei und eine weltweit erfolgreiche Popband, ein Literaturnobelpreisträger und eine Top-Designerin der internationalen Modebranche – sie alle haben eines gemeinsam. Emil Nolde und Stanfour, Theodor Mommsen und Jil Sander gehören zu den kulturellen Exportschlagern Schleswig-Holsteins und stammen alle von der Westküste. In den Dörfern und Städten zwischen Elbmündung und dänischer Grenze leben Künstler Tür an Tür mit Kohlbauern. Auf den Landstraßen Nordfrieslands überholt man Traktoren und wird von Luxuslimousinen überholt. Auf der Fahrt durchs Land kommt man vorbei an Bauernhöfen auf Warften, durch Dörfer mit reetgedeckten Häusern und Obstgärten. Auf den Marschwiesen weiden Kühe, Schafe und Pferde.

Als „graue Stadt am Meer“ hat Theodor Storm Husum beschrieben. Falls das vor 200 Jahren stimmte, hat sich seitdem in der Hafenstadt viel getan. Puppenspielermuseum und Weihnachtshaus, Jazzfrühschoppen und Tango-Nächte, Stadtrundfahrten im Oldtimerbus und Late Night Shopping sind nur einige Beispiele für das bunte Leben in der nordfriesischen Hafenstadt. 

Regionale Veranstaltungen und Brauchtum

Und wie schmeckt die Nordsee? 

  • Labskaus und Matjes bringen Seefahrertradition auf den Teller.
  • Birnen, Bohnen und Speck oder Grünkohl mit karamellisierten Kartoffeln vereinen Süßes und Salziges zu einem echt norddeutschen Geschmackserlebnis.
  • Nach dem Strandspaziergang im Winter erwecken Pharisäer oder Tote Tante die kalten Glieder wieder zum Leben. Der Kaffee oder Kakao mit mindestens 3 cl Rum und Sahnehaube gilt als Nationalgetränk der Friesen. Serviert wird er in einer hohen Tasse mit Friesenmuster. Wer es schafft, acht Portionen zu trinken, darf das Geschirr laut Westküstentradition zum Abschied mitnehmen – so verlangt es die Tradition.
Radfahren mit Wattenmeerblick, © Jan-Christoph Schultchen / TA.SH

Sturmflutentdecker und Lenkdrachenbändiger

Faulenzen im Strandkorb entschleunigt. Die Nordsee kommt und geht, Wolkenbilder, Kitesurfer und Beachvolleyballer bieten etwas fürs Auge. Doch an der Nordsee wird es nie so heiß, dass die Lust auf Bewegung vergeht. Spätestens nach ein paar Tagen Ruhe spürt man hier wieder Hummeln im Mors. So nennen es die Nordlichter, wenn sie die Unternehmungslust packt. „Mors“ ist der gern genutzte norddeutsche Ausdruck für „Hinterteil“.

Radfahren, Wandern, Surfen 

Wer die Schönheit und Eigenheiten der Westküste kennenlernen will, schwingt sich am Besten aufs Fahrrad und erkundet das Land. Der Nordseeküstenradweg, der Wikinger-Friesen-Weg und andere Westküsten-Routen führen durch Salzwiesen und Kohlfelder, Dörfer und Städte mit ihren Fischerhäfen.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet an der Nordsee ein gut ausgebautes Netz aus Wanderwegen sowie 420 Kilometer ausgeschilderte Routen und Angebote für Nordic Walking. Am Westrand von Sylt, vor Amrum und in St. Peter Ording erstrecken sich die größten Strände des Landes. Hier kann man beim Walken oder Spazieren ganz für sich bleiben, den Blick über Watt und Wellen schweifen lassen und die Lungen mit salziger Luft füllen.

Rasant geht alles, was sich mit Segeln und Drachen bewegt: Surfer und Segler stemmen sich den Elementen entgegen und treiben ihren Adrenalinpegel hoch. In den Wassersportschulen können Landratten im Schnupperkurs das Segeln, Surfen und Kiten ausprobieren und lernen, wie man Böen bezwingt. 

Pferdefreunde finden an der Nordsee ideale Bedingungen für einen Reiterurlaub mit dem eigenen Pferd oder einem Schulpferd. Auf Reiterhöfen in der Region finden Pferdefreunde die passende Unterkunft mit oder ohne vierbeinige Begleiter. 

Kurz und knackig, was kann man noch so machen? 

  • Schifffahrt auf der Eider mit Seetierfang
  • Ausflug zu den Halligen
  • Besuch im Aquarium und Informationszentrum Multimar Wattforum in Tönning 
  • Drachenfestival St. Peter-Ording
  • Und bei Schietwetter? In sechs Wellness- und Thalasso-Zentren und neun Erlebnisbädern macht das Plantschen, Entspannen und Saunieren gerade dann richtig Spaß, wenn draußen der Regen prasselt und der Wind heult.
Paar entspannt auf dem Deich, © TA.SH / Jan-Christoph Schultchen

Deiche, Dünen und das Wattenmeer

Über 408 Kilometer erstrecken sich die Deiche entlang der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Die künstlich angelegten, grasbewachsenen Wälle schirmen das Land bei Sturmflut vom Hochwasser ab. Auf der Deichkrone kann man spazieren, Rad fahren oder entspannen und den Blick über die Weite wandern lassen – begleitet vom vielstimmigen „Määh“ der Schafe. Zu hunderttausenden bevölkern sie die Deiche und machen sich nützlich im Küstenschutz: Sie düngen das Gras, halten es kurz, treten den Boden fest und stopfen Mauselöcher zu. Hinter dem Deich dehnen sich die Salzwiesen aus. Regelmäßig überflutet vom Meerwasser bieten sie einen Rückzugsraum für Pflanzen, Vögel und Insekten, die den extremen Lebensbedingungen trotzen. 

An den Nordseestränden erheben sich die Dünen – hier kann man sich beim Sonnenbaden vor Wind und unerwünschten Blicken verstecken. Zweimal am Tag steigt die Flut um bis zu drei Meter auf den höchsten Stand. Etwa zwölfeinhalb Stunden liegen zwischen Hoch- und Niedrigwasser. Dieser Wechsel von Ebbe und Flut heißt Gezeiten oder Tide.

Das Klima an der Nordsee macht wach. Wer sich draußen gegen den Wind stemmt, verbraucht mehr Energie. Das Blut pulsiert. Wärme durchströmt den ganzen Körper. Vergessene Muskeln treten in Aktion, Salzluft macht die Nase frei und prickelt auf der Haut. Nach so einem Tag am Meer schmeckt das Essen doppelt so gut wie zu Hause.

Wer mehr wissen möchte, informiert sich beim Nationalpark Wattenmeer Schleswig-Holstein.

Westerhever Leuchtturm umgeben von Grün, © TA.SH

Der meist fotografierte Leuchtturm und das Geheimnis der Tide

Moin! So klingt der typisch schleswig-holsteinische Gruß. Morgens beim Brötchenkauf, nachmittags beim Hafenbummel und sogar bei offiziellen Ministerbesuchen: „Moin“ hört man in Schleswig-Holstein überall und zu jeder Tageszeit. Viele Besucher aus dem Süden vermuten hinter „Moin“ eine Variante von „Guten Morgen“. Tatsächlich stammt es aber vom niederdeutschen und niederländischen Ausdruck „mooi“ für schön oder gut. Mit ihrem „Moin“ wünschen die Nordlichter einen „schönen (mooien) Tag“. Packt sie Übermut und die Redelust, machen sie ein doppeltes „Moin Moin“ daraus.

Das ist interessant!

  • 25 Leuchttürme, die Wahrzeichen der Nordsee, sind auf den Nordseeinseln und an der Westküste des Landes erhalten – die meisten klassisch rot-weiß geringelt, einige in Ziegelsteinoptik. Den Spitzenplatz als meist fotografierter Leuchtturm hält der mehr als 100 Jahre alte Leuchtturm Westerheversand. Eine Urlaubsunterkunft für Zwei mit Holzbadewanne und Frühstücksplatz mit Rundblick ist im Leuchtturm Dagebüll untergebracht.
  • Der Wechsel der Gezeiten im Wattenmeer, auch Tide genannt, passiert alle sechs Stunden und 12 Minuten. Dann zieht sich das Wasser zurück, gibt das Wattenmeer frei, und läuft dann zum Hochwasser wieder auf. Dieser Wechsel von Ebbe und Flut entsteht, weil die Anziehungskraft des Mondes auf der mondzugewandten Seite der Erde stärker ist als ihre Fliehkraft. So türmen sich in den Weltmeeren zwei Flutberge auf, die etwa einen halben Meter hoch sind. Weil sich die Erde täglich unter diesen beiden Flutbergen dreht, gibt es zweimal täglich Hochwasser und Niedrigwasser. Die Zeiten verschieben sich jeden Tag um etwa 48 Minuten. An der Ostsee dagegen bemerkt man die Gezeiten kaum, da es dort nur wenig Wasseraustausch mit den großen Ozeanen gibt.
  • Als Weltnaturerbe der Unesco gehört das Wattenmeer zu den großen Naturwundern der Erde. Mit seinen 7.500 Jahren ist das Wattenmeer noch jung. Wind, Wellen und Gezeiten lassen hier Landschaften entstehen und wieder verschwinden.

Die Nordsee entdecken!

Auszeit an der Nordsee, © Oliver Franke / www.nordseetourismus.de


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Glücks-Motiv Nordsee, © Foto Oliver Franke


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Wattenmeer, © TA.SH


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