Was haben das Great Barrier Rief in Australien, der Taj Mahal in Indien, der Tower of London in England und die Freiheitsstatue in New York mit Lübeck, Haithabu und dem Wattenmeer gemeinsam? Richtig! Sie reihen sich ein in die Welterbe-Liste der UNESCO. 

Unsere Königin der Hanse, die Hansestadt Lübeck, wurde 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Dabei wurde mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt erstmals in Nordeuropa ein ganzer Stadtteil aufgenommen. Seit 2009 zählt das Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Nationalpark ist mit knapp 4.000 km² Heimat für abertausende Lebewesen und mit seinen Nordsee-Nachbarn Teil des größten Nationalparks Europas. Die Siedlung Haithabu und das Danewerk ist seit Juli 2018 dabei. Haithabu zählte zu einem der einflussreichsten Handelsplätze in Nordeuropa und Verkehrsknotenpunkt für Händler aus der ganzen Welt.

UNESCO-Weltkulturerbe

Lübecker Holstentor
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Die Hansestadt Lübeck steht exemplarisch für die hansische Städtefamilie im Ostseeraum, gilt bis heute als „Königin der Hanse“ und wurde besonders durch ihre unverwechselbare Stadtsilhouette mit sieben Türmen bekannt. 1987 wurde mit dem historischen Stadtkern Lübecks erstmals in Nordeuropa ein ganzer Stadtbereich als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Wikingersiedlung Haithabu
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Die Siedlung Haithabu an der Schlei war vom 9. bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts ein einflussreicher Handelsplatz und bedeutender Verkehrsknotenpunkt für Händler aus der ganzen Welt. Somit wurden Haithabu und das über tausend Jahre alte Verteidigungssystem des Danewerks 2018 in der UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

UNESCO-Weltnaturerbe

UNESCO-Welterbe Wattenmeer

Wussten Sie, dass das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer der größte Nationalpark zwischen Nordkap und Sizilien und das vogelreichste Gebiet Europas ist? Im Jahr 2009 wurde das Wattenmeer länderübergreifend als UNESCO-Welterbe anerkannt. Es zählt zu den weltweit größten Ökosystemen und bietet mit seinen Wattflächen, Salzwiesen, Dünen, Stränden und Sänden Lebensraum für rund 250 Tierarten. Außerdem prägen Halligen und Inseln das Landschaftbild des Wattenmeers.

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Wattwanderer bei Husum
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Immaterielles Kulturerbe

Das immaterielle Kulturerbe zeichnet sich durch menschliches Wissen und Können, Kreativität, Identität und gesellschaftliches Zusammenleben aus. Einzigartige Traditionen, Bräuche, Rituale und Feste werden in die Liste aufgenommen.

Reetdachhaus auf Sylt
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Die ersten nachgewiesenen Reetdächer gab es bereits um 4.000 vor Christi. Das Eindecken von Dächern mit dem Naturbaustoff Reet ist eine der ältesten Handwerkstechniken beim Hausbau. Die Reetdachdeckerei erfordert großes fachliches Können, die Dächer mit Schilf – oder wie es früher oft üblich war mit Stroh – zu gestalten. 2014 wurde dieses traditionelle Handwerk als immaterielles Kulturerbe aufgenommen.

Hummerbuden und Dampferbörte im Hafen von Helgoland
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Die Dampferbörte ist eine alte, maritime Tradition Helgolands, die das Erscheinungsbild der Nordseeinsel prägt. Als eine Art Anlandungsdienst transportiert sie Passagiere der vor Anker liegenden Seebäderschiffe von und an Bord. 

Dänische Flagge
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Das deutsch-dänische Grenzland zeichnet sich durch kulturelle Vielfalt und bürgerschaftliches Engagement aus. Das Zusammenleben von dänischen und deutschen Minderheiten, die nachbarschaftlichen Verbindungen über die Grenzen hinweg und die kulturellen Besonderheiten zählen daher seit dem Jahr 2018 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Ringreiten

Das Ringreiten hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung entwickelt, die zwischen Mai und August stattfindet. Es entstammt der bäuerlichen Pferdewirtschaft und ist vor allem in Schleswig-Holstein weit verbreitet. Tuniere und Festumzüge zelebrieren diesen Reitsport, bei dem Teilnehmende versuchen, Ringe aufzuspießen. 

Rote Stühle im Theater
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Das niederdeutsche Theater gehört zu einer der Hauptsäulen niederdeutscher Kultur. Die Kombination von Theater und der Regionalsprache Niederdeutsch machen den besonderen Charakter aus. Niederdeutsches Theater findet überwiegend auf kommunalen Bühnen in ländlichen Regionen Norddeutschlands statt. 

Traditionelles Biikefeuer in Tönning
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Das Biikebrennen an Schleswig-Holsteins Nordseeküste gehört seit 2014 zum Immatierellen Kulturerbe der UNESCO. Am 21. Februar eines jeden Jahres lodern auf den Inseln und Halligen sowie in verschiedenen Orten Nordfrieslands die Biikefeuer. Der heidnische Brauch läutet den Frühling ein.