Aussichtsturm Langer Otto
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Im Mittelalter waren die zwei großen Waldgebiete des Herzogtum Lauenburgs und Stormarns noch ein großer Wald, die „hohe Heide“. Heute trennen das Waldnaturschutzgebiet Hahnheide im Norden und der Sachsenwald im Süden mehrere Ortschaften, Ackerflächen und eine Kreisgrenze. Der kleinere Naturwald in Stormarn ist durch die eiszeitliche Moränen-Landschaft hügelig und abwechslungsreich: Steile Hänge und Feuchtgebiete machen das Wandern und Entdecken zum besonderen Abenteuer. Bei gutem Wetter ist vor allem der Aussichtsturm „Langer Otto“ eine Kletterpartie wert. Aus luftiger Höhe lässt sich die Weite der waldgrünen Regionen zwischen Hamburg und Lübeck besonders gut überblicken. Einen großen Teil dieses Waldreichtums bestreitet der lauenburgische Sachsenwald. Er ist mit 60 Quadratkilometern das größte geschlossene Waldgebiet Schleswig-Holsteins.

Feuchte und geheimnisvolle Urwälder sind die Moore Stormarns. Salzhaltige Quellen im Brenner Moor ziehen Pflanzen an, die sonst nur in Küstennähe gedeihen. Ihre Namen sind so unbekannt wie poetisch: Milchkraut, Salzschuppenmiere und Strand-Dreizack. In ihrem Dickicht brüten seltene Eisvögel, Blaukehlchen und sogar die eine oder andere Nachtigall. Bei Ahrensburg füllt das Stellmoor mit seinen grün-feuchten Pflanzenteppichen eine sogenannte glaziale Rinne, ein Tal, das durch Gletscherwasser vor zehntausenden Jahren in die Landschaft getrieben wurde. Weiter nördlich lockt das renaturierte Nienwohlder Moor seltene Vogelarten und Libellen an.

See im Stellmoor
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Seen und Naturparks

Durch schmale Pfade oder weite Hügellandschaften wandern, vorbei an Seen und durch Wälder radeln und picknicken am Wegesrand – in Schleswig-Holstein laden sechs Naturparks zu einer Entdeckungstour und Auszeit in der Natur ein.

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Luftaufnahme der Schlei-Region
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