Sonnenuntergang am Schaalsee, © TA.SH

Herzogtum Lauenburg

Ein Kuckuck ruft aus der Ferne. Im Unterholz raschelt und kratzt etwas. Ein Eichhörnchen? Zwei sogar! Die beiden flinken Tierchen liefern sich eine Verfolgungsjagd, sausen den Stamm einer Buche hinauf und toben mit keckernden Lauten durch die Baumkronen.

Ein großer Teil des Herzogtums Lauenburg ist von Wald bedeckt. Wer das Besondere dieser Region im Südosten Schleswig-Holsteins entdecken will, sollte sich Zeit nehmen. Gut ausgeschilderte Wanderwege und Fahrradrouten führen durch den Naturpark und Schutzgebiete, vorbei an Aussichtstürmen, Hofcafés, zu Informationspunkten und durch die historischen Städte Ratzeburg, Mölln, Lauenburg und Geesthacht. Auch das Wasser prägt die Landschaft dieser Region vor den Toren von Hamburg: 40 Seen bieten vielfältige Angebote für einen Urlaub mit Schiffsausflügen, Bootstouren oder einer Kanufahrt.  

Tipps für den Urlaub im Herzogtum Lauenburg gibt es auch im Blog unter www.glücksküstenschnack.de.

Herzogtum Lauenburg erleben!

Das erste Mal im Herzogtum Lauenburg?

Die Altstadt Lauenburg, © Nadja Biebow

Herzogtum Lauenburg: Naturschätze in Wald und Wasser

Im Naturschutzgebiet Salemer Moor duftet die kühle, feuchte Luft nach Erde und Moos. Ein Glitzern dringt zwischen den Bäumen hindurch. Umschlossen vom Wald liegt der Garrensee. Die leicht gekräuselte Wasseroberfläche spiegelt das Grün des Waldes und das Silber des Sonnenlichts. An der Badestelle ist das Wasser warm und so flach, dass es kaum die Steine bedeckt. Wie ein Seidentuch umhüllt es zuerst die Füße, dann die Beine und schließlich den ganzen Körper. Keine Welle und keine Strömung, alles fließt. Hier kann man sich einfach treiben lassen – ganz allein inmitten der Natur. 
Mehr als 40 Seen mit schönen Badeplätzen liegen hier im Naturpark Lauenburgische Seen zwischen Wäldern, Feldern und Hügeln. Der Naturpark wurde 1960 gegründet und ist damit der älteste in Schleswig-Holstein. Erkunden kann man seine Gewässer im Kanu oder Ruderboot, im Tretboot oder ganz bequem an Bord eines Motorbootes. 

Highlights im Herzogtum Lauenburg

  • Die Elbstadt Geesthacht ist bekannt für ihre Elbe Schleuse und Europas größte Fischtreppe.
  • In den Gassen Lauenburgs schmiegen sich Fachwerkhäuser aneinander. Dank seiner Hanglage hat Lauenburg eine Oberstadt und eine Unterstadt, die mit Treppen verbunden sind.
  • In Mölln hat Till Eulenspiegel, Spaßmacher und berühmtester Bürger der Stadt, viele Spuren hinterlassen. Ein Stück Mittelalter wird hier wieder lebendig.
  • Die vierte historische Stadt des Herzogtums Lauenburg ist Ratzeburg. Mitten im Ratzeburger See erhebt sich die alte Inselstadt mit ihrem Dom. Spazierwege am Ufer, Segelboote und viele schöne Plätze mit Seeblick machen die Stadt zu einem besonderen Ausflugsziel im Land der 40 Seen.
Unterwegs auf der Wakenitz, © Paetzold / HLMS

Farbenspiel und Glühwürmchentanz

Der Himmel schimmert in rosa und violett, die Sonne leuchtet in tiefem orange wie ein Lampion, der in der Dämmerung über den Bäumen schwebt. Das Farbenspiel am Himmel wiederholt sich in der Spiegelung des Schaalsees im Osten des Herzogtums. Das verzweigte Gewässer mit seinen Buchten und bewaldeten Inseln verbindet Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Hier leben Tiere, die man sonst selten findet: Kraniche und Seeadler ziehen ihre Kreise über der Seenlandschaft, und in der Nacht gehen Kauze und Eulen in den Wäldern auf die Jagd. In Juninächten bietet sich ein Naturschauspiel mit Spezialeffekt: Dann tanzen am Ufer die Glühwürmchen, kleine Käfer, die dank eines besonderen Enzyms im Dunkeln leuchten können. Geschaffen wurde der Schaalsee von den Kräften der Weichseleiszeit, als das Wasser von den tauenden Gletschern herabstürzte und eine neue Landschaft formte. Über 24 Quadratkilometer dehnt sich das Gewässer. An seiner tiefsten Stelle geht es 72 Meter abwärts bis zum Grund. 

Nicht nur der tiefste See, sondern auch der größte Wald Schleswig-Holsteins liegt im Herzogtum Lauenburg. Der Sachsenwald breitet sich auf 70 Quadratkilometern vor Hamburg aus. Verschiedene Wanderrouten führen Spaziergänger durch Wildgehege, durch das Naturschutzgebiet Billetal und zur Fürst Bismarck Quelle. 

Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zieht sich die Wakenitz, eine der schönsten Flusslandschaften Schleswig-Holsteins. In den Erlenbruchwäldern sind Fischotter und Eisvogel zu Hause. Die Wakenitz entspringt am nördlichen Ende des Ratzeburger Sees und schlängelt sich in vielen Kurven über 15 Kilometer Richtung Lübeck. Im nördlichen Teil wurde der kleine Fluss seit dem Mittelalter für den Betrieb von Wassermühlen immer wieder aufgestaut. So ist eine Seenlandschaft entstanden. Für Paddler ist die Wakenitz ein beliebtes Ausflugsziel. Urwaldartige Uferlandschaften, Badeplätze und Ausflugslokale mit Anlegesteg bieten alles für eine abwechslungsreiche Bootstour. Auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad lässt sich die Wakenitz erkunden. Der markierte Drägerweg führt in Ufernähe von Rothenhusen  nach Lübeck.

Im milden Klima des südlichen Schleswig-Holstein macht das Wandern, Radfahren und Paddeln Spaß. Hier bläst weniger Wind als an den Küsten, und im Sommer wird es wärmer, aber selten heiß. Falls die Temperaturen doch mal auf die 30 Grad zugehen, ist die nächste Abkühlung nicht weit: Im Land der 40 Seen findet sich überall ein guter Platz, um ins Wasser zu springen.

Till Eulenspiegel in Mölln, © Mölln Tourismus

Herzöge und Hofnarren

Eine Reise durch das Herzogtum Lauenburg ist auch eine Reise in die Vergangenheit. Könige und Kanzler, Herzöge und Hofnarren haben in dieser Region ihre Spuren hinterlassen. Museen, Denkmäler und historische Bauwerke lassen die Geschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit lebendig werden. Auf der Alten Salzstraße transportierten Händler das begehrte Würz- und Konservierungsmittel von der Saline in Lüneburg in die Hansestadt Lübeck, von wo es in den gesamten Ostseeraum verkauft wurde. Die Route führt durch Lauenburg, Büchen und Mölln, vorbei am Kloster Lüne, dem Schiffshebewerk Scharnebeck sowie mehreren Schleusen und einer Drahtseilfähre. Die alte Hansestadt Lübeck wartet auf mit historischen Bürgerhäusern, Kirchen und Museen.

In der Stadt Mölln treffen Besucher auf einen Prominenten des Mittelalters, den noch heute jeder kennt: Till Eulenspiegel. Er ist wohl der berühmteste Spaßmacher seiner Zeit. 96 Geschichten, verfasst vom Schriftsteller Hermann Bote, erzählen von den Streichen, mit dem der gewitzte Narr der spätmittelalterlichen Gesellschaft einen Spiegel vorhielt. Ob Bürger, Adel oder Geistlichkeit: Vor Eulenspiegels Spott und Streichen war niemand gefeit. In Mölln erinnern ein Gedenkstein, ein Museum und ein Brunnen an die Legende. Alle drei Jahre feiert die Stadt sein Andenken und seinen hintergründigen Humor mit den Eulenspiegel-Festspielen auf dem alten Marktplatz. 

Regionale Veranstaltungen und Brauchtum

  • April: Gartenromantik in Mölln
  • Juni: Internationale 58. Ratzeburger Ruderregatta
  • Dezember: Weihnachtsmarkt am Schloss Lauenburg

Und wie schmeckt das Herzogtum Lauenburg? 

  • Neben Museen und Altstadt hat Ratzeburg nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch Besonderes zu bieten: Frisch gefangenen Fisch aus dem Ratzeburger See. Eine Spezialität ist die Maräne, aber auch Barsch, Hecht und Aal finden sich auf den Speisekarten der Fischrestaurants.  
  • Wo so viel Wald ist, kommt auch Wild auf den Tisch. Reh, Damwild, Wilschwein, Hirsch und Hase aus dem Sachsenwald oder dem Naturpark Lauenburgische Seen füllen die Teller. 
  • Nordisches Landleben und gutes Essen aus der Region lernen Urlauber in den Herrenhäusern und auf den Bauernhöfen kennen. Viele Landwirte bieten ihre Produkte und hausgemachten Kuchen in Hofläden und Hofcafés an. 

 

Mit dem Kanu auf den Lauenburgischen Seen, © photocompany / HLMS

Wasserwandern und Radfahren

Die Landschaft des Herzogtums Lauenburg ist von Seen gesprenkelt und von Flüssen durchzogen. Wer die Region vom Wasser aus erkunden will, findet viele verschiedene Angebote und Routen. Der Wasserwanderweg Lauenburgische Seen – Trave beginnt südlich von Bad Segeberg und führt durch Bad Oldesloe, Lübeck, Mölln und Ratzeburg. Auf der Wakenitz geht es mit dem Kanu durch nordische Dschungellandschaften und Seen voller Teichrosen und Reet. Rastplätze und Ausflugslokale mit Bootsanleger erinnern unterwegs daran, dass erst die Pausen das Paddelerlebnis rund machen. Beim Baden in den lauenburgischen Seen taucht man ein in die Ruhe der Natur. Unter den vielen Badestellen findet jeder den passenden Platz: geschützte kleine Buchten im Wald, Strände und Stege oder Badeanstalten mit Umkleidekabine, Kiosk und Spielplatz. Die Inselstadt Ratzeburg können Paddler in etwa eineinhalb Stunden umrunden und dabei das Gesicht der Stadt von der Wasserseite aus bewundern. Bei einer Tour durch die Möllner Seen erlebt man eine von der Eiszeit geformte Landschaft: Wälder und Steilhänge wechseln mit Tälern und Feuchtwiesen. Die rund 7 Kilometer lange Route beginnt am Lütauer See, führt über den Schmalsee in die Pinnau, auf den Möllner Schulsee, Stadtsee und Ziegelsee. Kanus kann man bei Bootsverleihern an den Seen und Wasserwanderwegen ausleihen. 

Wer lieber an Land unterwegs ist, findet im Herzogtum Lauenburg ein dichtes Netz aus Radwegen und Wanderrouten – zum Beispiel auf der Alten Salzstraße, im Sachsenwald, rund um den Schaalsee oder entlang der Wakenitz.

Kurz und knackig, was kann man noch so machen?

  • Mit einem alten Dampfschiff fahren: Im Elbschifffahrtsmuseum in Lauenburg finden Besucher alte Maschinen und bekommen Einblick in das Leben und Arbeiten an Bord. Dort starten außerdem Ausflugsschiffe zur Tour entlang der Elbe, unter anderem die über 100 Jahre alten Dampfschiffe „Kaiser Wilhelm“ und „Elbe“.
  • Swingolf ausprobieren: In Bergrade bei Duvensee betreibt Familie Petersen auf ihrem Bauernhof eine Swingolf-Anlage. Dort kann jeder das Golfspielen ausprobieren. 
  • Im Hochseilklettergarten Radfahren oder Skaten zwischen Baumwipfeln: Das können Familien im Schnurstracks Kletterpark Aumühle im Sachsenwald erleben. Auch Bogenschießen, Touren mit GPS-Navigation oder Grillen am Lagerfeuer gehören zum Angebot.
  • Sich überwinden: Eine Herausforderung ist die Erlebnisbahn Ratzeburg. 13 Kilometer auf Bahnschienen mit der Handhebeldraisine, die man nur mit Muskelkraft bewegen kann. Außerdem stehen Wasserfahrräder, Drachenboote oder Tandems zum Ausleihen bereit. 

Das Herzogtum Lauenburg entdecken!

Natur genießen am Lütauer See in Mölln, © TA.SH


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Till Eulenspiegel, © Mölln Tourismus


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Sonnenaufgang an der Elbe, © Ulrike Sindermann


Herzogtum Lauenburg Naturglück

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Herbst in Lauenburg 2, © Carina Jahnke


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