Steinzeitgrab Denghoog
Öffnungszeiten
SOMMER: (APRIL BIS OKTOBER)
Montag bis Freitag: 10 bis 17 Uhr*
Samstag, Sonn- Feiertag: 11 bis 17 Uhr*
*01. - 30. April und 01. - 31. Oktober bis 16 Uhr
WINTER: (NOVEMBER BIS MÄRZ)
Witterungsbedingt geschlossen
Megalithgräber sind Kollektivgräber, die immer wieder und über einen sehr langen Zeitraum genutzt wurden. Auf Sylt sind fast 50 Megalithgräber bekannt, davon sind acht ganz oder teilweise erhalten. Der Denghoog ist eines der eindrucksvollsten und am besten erhaltenen Megalithgräber des Neolithikums in Deutschland. In dem großen Erdhügel befindet sich eine vollständig erhaltene Steinkammer mit sechs mächtigen Decksteinen. Lassen Sie sich von der Größe der Kammer beeindrucken, die in Form einer Ellipse angelegt ist und fünf Meter in ost-westlicher, drei Meter in nord-südlicher Richtung misst.
Denghoog bedeutet "Hügel mit einem unterirdischen Gemach" oder "Hügel auf der Wiese", stand er doch noch vor 100 Jahren ganz frei in der Landschaft. Im Sylt-friesischen (Sölring) wird er als Thinghügel bezeichnet, was als Versammlungshügel zu übersetzen ist.
Während des Mittelneolithikum entstanden in der Trichterbecher Kulturepoche mächtige Großstein- oder Megalithgräber während einer kurzen Zeitspanne von ca. 600 Jahren. Diese auch heute noch imposanten Gräber bestehen zum Teil aus gewaltigen Findlingen.
Beerdigt wurden in diesen Gräbern die Körper der Toten. Häufig wurden die Gräber noch in der folgenden Epoche der Bronzezeit genutzt. Die Form der Gräber entwickelte sich von einfachen rechteckigen Steinkammern über Dolmen, polygonale Kammern bis zu Ganggräbern. Der Gang erleichterte hierbei Nachbestattungen. Die Gräber waren mit Erde überdeckt und hatten die Form von Rund- oder Langhügeln.
Umstritten ist, ob in den Gräbern die Toten direkt beerdigt wurden oder ob später nur die Knochen abgelegt worden sind.
Quelle: Flyer hünen.kulTour
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