Weg entlang einer Au
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Vor einigen hundert Jahren war Schleswig-Holstein einmal so dicht mit Wald bedeckt, dass wohl ein Eichhörnchen von Baum zu Baum, einmal von Küste zu Küste hätte springen können. Heute gibt es im nördlichsten Bundesland noch 173.000 Hektar Wald, was etwa elf Prozent der Landesfläche entspricht. Im Herzen von Schleswig-Holstein reihen sich die drei Naturparks des Landes – Naturpark Westensee, Aukrug und Hüttener Berge – aneinander. Lichte Laubwälder und zarte Heidelandschaften prägen hier das Bild. Die von Birken gesäumten, atmosphärisch besonderen Moorlandschaften sind Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Im Naturpark rund um die Hüttener Berge schaut man selbstbewusst auf die Erhebung des Aschbergs, dabei kann von Berg eigentlich nicht die Rede sein – mit seinen stolzen 98 Metern Höhe. Eine Wanderung zum höchsten Punkt ist dennoch zu empfehlen: Da rundherum alles flach ist, kann man an klaren Tagen einen Ausblick bis zur Eckernförder Bucht und dem Nord-Ostsee-Kanal genießen. Wildnis und Kulturlandschaft liegen im echten Norden oft nah beieinander. Mit rund 46.000 Kilometer Knicks, meterbreiten Wallhecken aus Schlehen, Haseln und Weißdorn, die das Land vor Erosion schützen, grenzen die Bauern ihre Felder ab. Dornbüsche wie Brombeeren und Heckenrosen halten Wild- und Weidetiere ab und sind zugleich Lebensraum für tausende Tierarten. In der norddeutschen Redewendung „da geht die Sau durch den Knick“, die „da ist viel los“ bedeutet, ist die landschaftliche Besonderheit des Knicks verankert.

Seen und Naturparks

Durch schmale Pfade oder weite Hügellandschaften wandern, vorbei an Seen und durch Wälder radeln und picknicken am Wegesrand – in Schleswig-Holstein laden sechs Naturparks zu einer Entdeckungstour und Auszeit in der Natur ein.

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Luftaufnahme der Schlei-Region
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