Am Abend des 21. Februars brennt es auf den Inseln, Halligen und auf dem Festland der nordfriesischen Küste. Biikefeuer erhellen die dunkle Nacht. Der friesische Fastnachtsbrauch, der schon ab 1740 in den Büchern der Regionalgeschichte Erwähnung findet, soll die Geister des Winters vertreiben und das neue Erntejahr willkommen heißen. Kurz vor Beginn der Fastenzeit gibt es auf dem friesischen Nationalfest natürlich reichlich heiße, hochprozentige Getränke. Ein Glas Pharisäer oder Tote Tante beispielsweise ist weitaus schmackhafter als der Name vermuten lässt: Kaffee oder Kakao mit mindestens drei Zentiliter Rum und Sahnehaube wärmen von innen.

Biike-Feuer
© Gary Asmussen

Typische regionale Spezialitäten wie Grünkohl mit karamellisierten Kartoffeln oder das schleswig-holsteinische Nationalgericht Birnen, Bohnen und Speck sind ebenso beliebte Begleiter der Festivitäten. Nordfriesland ist tatsächlich der Kreis Schleswig-Holsteins, der abgesehen von den lebendigen historischen Bräuchen auch die höchste Museumsdichte im Land aufweist. Mit Stolz blickt man auf Theodor Storm und seinen „Schimmelreiter“ aus Husum und auf Literaturnobelpreisträger und Namensvetter Theodor Mommsen. Die Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde in Seebüll wie auch das Museum Kunst der Westküste auf Föhr ziehen jährlich tausende Kunstinteressierte an. Auf der Halbinsel Eiderstedt findet sich zudem in fast jedem noch so kleinen Dorf – von Garding über Tating bis Tönning und Tetenbüll – eine malerische, kleine Kirche, die zum Innehalten und Ruhe finden einlädt.

Theodor Storm Denkmal
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Weitere Informationen

Schloss vor Husum
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Maritim geprägte Kulturlandschaften und historische Altstädte bieten in Schleswig-Holstein vielfältige Möglichkeiten für kulturelle Entdeckungstouren.

Regionales in Schleswig-Holstein
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Wer sich im Land zwischen den Meeren auf eine kulinarische Entdeckungsreise begibt, kann aus dem Vollen schöpfen.