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Kammerorchester der Musikhochschule Lübeck

Dienstag, 22.06.2021
um 20:00 Uhr

Eintritt:
15,00 €

pro Person, Kinder bis 14 Jahre kostenfrei (für jede Person muss ein Ticket gebucht werden)

Veranstaltungsort:
St.-Laurentius-Kirche Schönberg in Mecklenburg
Hinterstraße 4
23923 Schönberg

Veranstalter: Schönberger Musik und Kunst e.V.

Tickets

Beschreibung:

Auch die Karriere der berühmtesten Solist*innen begann mit einem ersten Ton, und von dort ist es ein weiter Weg gewesen, der – oft in frühester Kindheit begonnen – über viele Jahre täglichen Übens im sprichwörtlichen stillen Kämmerlein und regelmäßigen Unterrichts bzw. Konsultationen erst allmählich in das „Profi-Lager“ führte. Das ersehnte Studium ist dann meist die erste erklommene Stufe in diesem neuen Status, der sich auch nur bei wachsendem Erfolg halten lässt. Die Corona-Zeit hat viele solcher Karrieren belastet – ohne Praxis gibt es keine Musikausübung. Besonders das gemeinsame Musizieren ist unter solchen Bedingungen erschwert, gehört aber zum beruflich Elementaren.

 

Das Kammerorchester der Musikhochschule Lübeck fördert gezielt die Fähigkeit, miteinander homogen und organisch Musik zu machen, zu einem Klangkörper zu werden, für einen Gesamtklang und im Dienste einer Ensemblekomposition alle auf dem Instrument erworbenen Fertigkeiten optimal einzusetzen. Dies erzeugt wiederum eine Rückkopplung auf die eigene Spieltechnik und mentalen Fähigkeiten. Unter Anleitung von Prof. Elisabeth Weber und Pieter-Jan Belder zeigen die jungen Musikerinnen und Musiker im 35. Schönberger Musiksommer ihr Können und spielen barocke Kompositionen. Wir, die Veranstalter des Schönberger Musiksommers, freuen uns auf dieses Konzert, weil wir Frau Prof. Weber bereits mit mitreißenden Abenden erleben durften und nun gespannt sind auf den musikalischen Nachwuchs.

 

Geboren in Thüringen, studierte Elisabeth Weber zunächst in Weimar, später dann in Berlin und London bei Jost Witter, Antje Weithaas und David Takeno.

Als Preisträgerin internationaler Wettbewerbe (u.a. "Joseph Szigeti" Budapest, "Louis Spohr" Freiburg, "Max Rostal" Berlin) ist sie seither Gast vieler Musikfestivals wie in Warschau, Schleswig-Holstein und Budapest und spielte mit Orchestern u.a. des Saarländischen und Hessischen Rundfunks, dem Budapest State Orchestra, dem Rundfunksinfonieorchester Berlin oder dem European Union Chamber Orchestra.

Sie widmet sich mit Vorliebe der Kammermusik in allen Formen, trat dabei im Concertgebouw Amsterdam, dem Gewandhaus Leipzig, der Wigmore Hall London in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Tabea Zimmermann, Martin Helmchen, Sabine Meyer, Antje Weithaas, Isabelle Faust oder Boris Pergamentschikow auf.

Im Jahr 2005 gründete Elisabeth Weber mit ehemaligen Kommilitonen der Berliner Musikhochschule das Eisler Quartett, welches auch die Zusammenarbeit und den Austausch mit Musikern pflegt, wie den Klarinettisten Wolfgang Meyer und Martin Spangenberg.

Die ständige Erweiterung ihres Repertoires bereichert ihre musikalischen Perspektiven, insbesondere die Auseinandersetzung mit Musik der Gegenwart, aber auch ihre Leidenschaft für die historische Aufführungspraxis – angeregt von Musikern wie Frans Brüggen, Petra Müllejans und Reinhard Goebel. Im Jahr 2014 schloss sie sich dem Orphelian Ensemble an, welches sich vor allem dem barocken und klassischen Repertoire auf historischen Instrumenten widmet.

Als Konzertmeisterin des Orchestre de Chambre de Lausanne, des Zürcher Kammerorchesters und des Mahler Chamber Orchestras arbeitete Elisabeth Weber u.a. mit den Dirigenten Christian Zacharias, Claudio Abbado, Andras Schiff und Daniel Harding zusammen.

Seither übernimmt sie immer wieder gerne die künstlerische Leitung bei diversen Kammerorchesterprojekten. Rundfunk-und Fernsehaufnahmen sowie bei Ars Musici und CAvi-music erschienene CDs dokumentieren ihre künstlerische Vielseitigkeit. Elisabeth Weber hat seit 2006 eine Professur für Violine an der MHL inne und gibt alljährlich Meisterkurse u.a. im Palazzo Ricci in Montepulciano. Sie ist Vertrauensdozentin der Studienstiftung des deutschen Volkes und des PE-Förderkreises für Studierende der Musik e.V.

Absolventen ihrer Klasse sind inzwischen Mitglieder in namhaften Orchestern, wie den Rundfunkorchestern in Berlin und Köln, den Opernhäusern in München, Helsinki, Barcelona oder dem Seoul Philharmonic Orchestra.

 

Pieter-Jan Belder studierte Blockflöte bei Ricardo Kanji am Royal Conservatium in Den Haag und Cembalo bei Bob van Asperen am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam. Als erfolgreicher Cembalist, Clavichordist, Organist, Pianist und Blockflötist trat er bei vielen internationalen Festivals auf, u.a. beim Festival Oude Muziek Utrecht, dem Berliner Musikfest, dem Festival van Vlaanderen, dem Festival Potsdam Sans Souci, dem Bremer Musikfest und dem Leipziger Bachfest.

Der gebürtige Niederländer ist ein gefragter Continuospieler. Regelmäßig spielt er Solokonzerte mit Ensembles wie dem Orchester des 18. Jahrhunderts, der Camarata Trajectina, dem Bach Collegium Japan, dem Gesualdo Consort Amsterdam und der Niederländischen Bach-Gesellschaft. Er arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Frans Brüggen, Ton Koopman, Masaaki Suzuki, Jos van Veldhoven und Philippe Herreweghe zusammen und begleitet Solisten wie Johannette Zomer, Nico van der Meel, Harry van der Kamp, Sigiswald Kuijken, Rémy Baudet und Wilbert Hazelzet. Pieter-Jan Belder dirigiert darüber hinaus sein eigenes Ensemble Musica Amphion.

1997 wurde Pieter-Jan Belder mit dem dritten Preis beim Hamburger NDR-Musikpreis für Cembalo ausgezeichnet. Im Jahr 2000 gewann er den Leipziger Bach-Cembalo-Wettbewerb. 2005 debütierte er als Dirigent im Amsterdamer Concertgebouw und dirigierte seitdem regelmäßig Produktionen mit Solisten wie Michael Chance und Sarah Connolly (Dido & Aeneas) und dem Chor Collegium Vocale Gent. Über 130 CD-Einspielungen liegen mit ihm vor, die meisten davon als Solo- und Kammermusikproduktionen. Seit 1999 arbeitet er an seiner 2007 erschienenen Gesamtaufnahme der Scarlatti-Klaviersonaten. Seitdem hat er Bachs Wohltemperiertes Klavier zusammen mit den kompletten Cembalo-Werken von Rameau und Soler aufgenommen. Kürzlich veröffentlichte Brillant zwei Bände mit Cembalomusik aus dem "Fitzwilliam Virginal Book" und eine Aufnahme der Kenner und Liebhaber-Reihe von Carl Philipp Emanuel Bach.

Pieter-Jan Belder hat auch mehrere Orchester- und Kammermusikproduktionen mit Musica Amphion aufgenommen, darunter Telemanns Tafelmusik, die kompletten Werke von Corelli, Bachs Brandenburgische Konzerte, Bachs Konzerte für Cembali und die komplette Kammermusik von Purcell.

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