Kammerphilharmonie Hamburg

am 3. August 2021 um 20:00 Uhr in Schönberg

Julius Ockert (Klarinette), Céline Brüggemann (Violoncello), Alexander Letsch (Dirigent)

 

Intensive inhaltliche Auseinandersetzung und programmatische Verdichtung sind die Kennzeichen der Darbietungen der Kammerphilharmonie Hamburg. Jedes ihrer Mitglieder – zumeist kommen sie aus großen und namhaften Orchestern Europas – könnte dabei Solist sein, und daher werden oft die Solopartien aus den eigenen Reihen besetzt. Im vergangenen Jahr ist nicht nur das für Schönberg vorgesehene Konzert des Ensembles ausgefallen, sondern das gesamte Projekt samt Tournee musste pandemiebedingt abgesagt werden.

 

Doch Musikerinnen und Musiker müssen sich vergleichbar mit dem Leistungssport stets und ständig fithalten. Eine Generalpause vom Beruf gibt es kaum. So geht es nun mit einem neuen Programm nahezu nahtlos weiter. Die Mitglieder der Kammerphilharmonie Hamburg nutzen gern auch ihre Ferienzeit, um besondere Literatur in Programmen mit interessanten Spannungen zu erarbeiten, besondere Orte wie die Schönberger St.-Laurentius-Kirche zu bespielen und dabei Freunde und ehemalige Kommilitoninnen zu treffen, um mit ihnen die kollegiale Zusammenarbeit zu vertiefen und den beruflichen Austausch zu fördern. Die Konzerte dieses Ensembles gehören stets zu den Höhepunkten innerhalb des Schönberger Musiksommers! In diesem Jahr wird das zumeist in reiner Streicherbesetzung auftretende Orchester durch die Besetzung einer Soloklarinette erweitert.

 

Der Solist Julius Ockert, geboren 1995 in Berlin, begann mit sieben Jahren bereits Klarinette zu spielen und erhielt ab 2011 Unterricht bei Walter Hermann. Nach dem Abitur 2014 begann er sein Studium bei Prof. Thorsten Johanns an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und wechselte 2017 an die Universität Mozarteum Salzburg in die Klasse von Univ. Prof. Mag. Andreas Schablas. Zusätzlich besuchte er noch Meisterkurse bei Johann Hindler, Mate Bekavac und Pascal Moragues. Erste Orchestererfahrungen sammelte Julius Ockert noch während seiner Schulzeit im Albert-Schweitzer-Jugendorchester Hamburg und im NDR Jugendsinfonieorchester, wo er unter namenhaften Dirigenten wie zum Beispiel Christoph Eschenbach und Thomas Hengelbrock spielte. Aushilfen führten ihn bereits zu den Nürnberger Symphonikern und zu der Camerata Salzburg. Er erspielte sich im Oktober 2018 einen 3. Preis beim 1. Internationalen Franz-Cibulka-Wettbewerb in Graz. Seit Februar 2019 ist Julius Ockert Akademist im Bayerischen Staatsorchester.

 

Die Cellistin Céline Brüggemann absolvierte ihr Cellostudium von 1993-98 in Karlsruhe bei Prof. Martin Ostertag. Es folgte ein Aufbaustudium in Freiburg bei Prof. Adriana Contino. Seit 2001 ist sie Orchestermitglied des Nationaltheaters Mannheim. Mit der Kammerphilharmonie Hamburg ist sie sowohl im Ensemble als auch als Solistin in Schönberg schon häufig aufgetreten.

 

Der Stuttgarter Dirigent Alexander Letsch begann seinen musikalischen Weg als Sänger und Cellist. Das Cello schärfte früh seinen ausgeprägten Sinn für feinfühliges, kammermusikalisches Musizieren und weckte sowohl die Liebe zum Orchester als auch zum Dirigieren. Im Alter von 15 Jahren erhielt Alexander Letsch seinen ersten Dirigierunterricht bei Johannes Klumpp in Stuttgart und sammelte wertvolle Eindrücke unter Manfred Honeck und Roger Norrington. Alexander Letsch studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar Orchesterdirigieren bei Prof. Nicolás Pasquet, Prof. Gunter Kahlert und Prof. Ekhart Wycik und Violoncello bei Lukas Dreyer und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Mark Stringer. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche Impulse in Meisterkursen bei Clark Rundell, Christof Löser, Sian Edwards und Jorma Panula. Alexander Letsch arbeitete unter anderen mit dem Folkwang Kammerorchester, dem Leipziger Symphonie Orchester, der Thüringen Philharmonie Gotha, der Jenaer Philharmonie und der Staatskapelle Weimar, zunehmend auch mit Jugend- und Studentenorchestern, wie dem Landesjugendsinfonieorchester Hessen und Baden-Württemberg, den Jungen Symphonikern Südbaden, sowie den Akademischen Orchestern in Halle und Göttingen. Im Sommer 2016 und 2017 war Alexander Letsch Assistent von Johannes Klumpp bei der Sommermusikakademie auf Schloss Hundisburg.

 

Internationale Konzerterfahrung sammelte er 2015 bis 2017 bereits in Tschechien beim Westböhmischen Symphonie Orchester in Marienbad und beim Karlsbader Symphonieorchester. 

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