Weltkulturerbe Hansestadt Lübeck, © Achim Scholty / Pixabay© Achim Scholty / Pixabay

UNESCO-Welt­er­be in Schles­wig-Hol­stein

Die UNESCO verleiht Natur- und Kulturstätten von außergewöhnlicher Bedeutung und einzigartiger Beschaffenheit seit 1972 den Welterbe-Titel. 44 der weltweit mehr als 1.000 Welterbestätten liegen in Deutschland. Drei davon befinden sich im echten Norden!

Was haben das Great Barrier Rief in Australien, der Taj Mahal in Indien, der Tower of London in England und die Freiheitsstatue in New York mit Lübeck, Haithabu und dem Wattenmeer gemeinsam? Richtig! Sie reihen sich ein in die Welterbe-Liste der UNESCO. 

Ein Weltnaturerbe, zwei Weltkulturerben und drei immaterielle Kulturerben im echten Norden. 

Unsere Königin der Hanse, die Hansestadt Lübeck, wurde 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Dabei wurde mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt erstmals in Nordeuropa ein ganzer Stadtteil aufgenommen.

Seit 2009 zählt das Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Nationalpark ist mit knapp 4.000 km² Heimat für abertausende Lebewesen und mit seinen Nordsee-Nachbarn Teil des größten Nationalparks Europas.

Neu dabei ist seit Juli 2018 die Siedlung Haithabu und das Danewerk. Haithabu zählte zu einem der einflussreichsten Handelsplätze in Nordeuropa und Verkehrsknotenpunkt für Händler aus der ganzen Welt.

Das immaterielle Kulturerbe zeichnet sich durch menschliches Wissen und Können, Kreativität, Identität und gesellschaftliches Zuzsammenleben aus. Einzigartige Traditionen, Bräuche, Rituale und Feste werden in die Liste aufgenommen. So wurden von der UNESCO drei Traditionen im echten Norden ausgezeichnet: Das traditionelle Biikebrennen, die Helgoländer Dampferbörte und das Zusammenleben im deutsch-dänischen Grenzland.

Das schles­wig-hol­stei­ni­sche UNESCO-Welt­er­be im Über­blick

Nationalparkpartner, © Nordseetourismus.de / lehnerfoto.de© Nordseetourismus.de / lehnerfoto.de
UNESCO-Weltnaturerbe

Nationalpark Wattenmeer


Im Jahr 2009 erklärten die Vereinten Nationen das schleswig-holsteinische Wattenmeer zum Weltnaturerbe. Der Nationalpark Wattenmeer ist Lebensraum für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten, Rastgebiet für abertausende Zugvögel und Heimat der zehn weltweit einzigartigen Halligen. Das Gebiet reicht von der Elbmündung bis hin zur dänischen Grenze und hat eine Gesamtfläche von über 4.000 km².

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Videoblog UNESCO Haithabu und Danewerk, © Christoph Karrasch© Christoph Karrasch
UNESCO-Weltkulturerbe

Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk


Die Siedlung Haithabu an der Schlei war vom 9. bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts ein einflussreicher Handelsplatz und bedeutender Verkehrsknotenpunkt für Händler aus der ganzen Welt. Somit wurden Haithabu und das über tausend Jahre alte Verteidigungssystem des Danewerks 2018 in der UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

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Das Holstentor Lübeck, © die Lübecker Museen / Michael Hayden© die Lübecker Museen / Michael Hayden
UNESCO-Weltkulturerbe

Hansestadt Lübeck


Die Hansestadt Lübeck steht exemplarisch für die hansische Städtefamilie im Ostseeraum, gilt bis heute als „Königin der Hanse“ und wurde besonders durch ihre unverwechselbare Stadtsilhouette mit sieben Türmen bekannt. 1987 wurde mit dem historischen Stadtkern Lübecks erstmals in Nordeuropa ein ganzer Stadtbereich als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet.

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Biikebrennen in Tönning, © TA.SH© TA.SH
Immaterielles Kulturerbe

Biikebrennen


Das Biikebrennen an Schleswig-Holsteins Nordseeküste gehört seit 2014 zum Immatierellen Kulturerbe der UNESCO. Am 21. Februar eines jeden Jahres lodern auf den Inseln und Halligen sowie in verschiedenen Orten Nordfrieslands die Biikefeuer. Der heidnische Brauch läutet den Frühling ein.

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Helgoland Blog, © TA.SH© TA.SH
Immaterielles Kulturerbe

Helgoländer Dampferbörte


Die Dampferbörte ist eine alte, maritime Tradition Helgolands, die das Erscheinungsbild der Nordseeinsel prägt. Als eine Art Anlandungsdienst transportiert sie Passagiere der vor Anker liegenden Seebäderschiffe von und an Bord. Da Helgoland Kaiplätze freihalten muss, ist es nicht allen Seebäderschiffen möglich im Hafen anzulegen. Um trotzdem Besucher auf der Insel zu empfangen, entwickelte sich diese Tradition von Jahr zu Jahr weiter. Die Dampferbörte ist daher ein Seeabendteuer, das es in dieser Form nirgendwo anders zu erleben gibt.

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Dänische Flagge in Schleswig-Holstein, © Christoph Karrasch© Christoph Karrasch
Immaterielles Kulturerbe

Zusammenleben im deutsch-dänischen Grenzland


Das deutsch-dänische Grenzland zeichnet sich durch kulturelle Vielfalt und bürgerschaftliches Engagement aus. Das Zusammenleben von dänischen und deutschen Minderheiten, die nachbarschaftlichen Verbindungen über die Grenzen hinweg und die kulturellen Besonderheiten zählen daher seit dem Jahr 2018 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

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