Naturpark Lauenburgische Seen

Der Naturpark Lauenburgische Seen wurde 1960 gegründet und ist einer der ältesten seiner Art in Deutschland. Mit mehr als 47.000 Hektar (35 km lang und 17 km breit) ist er der drittgrößte Naturpark in Schleswig-Holstein. Die von der Eiszeit geformte Kulturlandschaft wurde über Jahrhunderte von ihren Bewohnern geprägt und ist mit Auto, Bus und Bahn gut erreichbar. Großvögel, aber auch verborgen lebende Fischotter oder die Maräne finden in dieser Naturlandschaft den für sie passenden Lebensraum. Eiszeitliche Zeugnisse sind im Naturpark Lauenburgische Seen auch die kleineren und größeren Seen mit ihren Entstehungsgeschichten sowie die nacheiszeitlich in den Feuchtgebeiten entstandenen Moore. In den feuchteren Laubwäldern aus Eschen und Erlen wachsen seltene Waldorchideen wie die grüne Waldhyazinthe oder das Fuchs-Knabenkraut. In Hochmooren gedeihen verschiedene Torfmoose, Sumpfporst, Rosmarinheide und rundblättriger Sonnentau, eine Insekten fressende Pflanze.

 

Besonders an den Übergängen unterschiedlicher Lebensräume wie Wald, Wasser oder Wiese findet sich der größte Artenreichtum. Im Naturpark Lauenburgische Seen ist der Wechsel zwischen den Biotopen allgegenwärtig. Für diese Vielfalt stehen auch die mehr als 40 Seen. Südlich von Mölln flankieren der Krebs, -Lott- und Schwarzsee als Überbleibsel einer Schmelzwasserrinne der Weichsel-Kaltzeit das Hellbachtal. Diese Seen sind eine  Besonderheit des Hellbachtals, da sie sehr unterschiedlich ausgebildet sind. Der Krebs- und der Schwarzsee sind nährstoffarme, ehemalige Toteislöcher, während der kreisrunde, flache Lottsee sehr nährstoffreich ist. Er ist in der Eiszeit als Ausstrudelungskolk durch abfließende Schmelzwasser entstanden. Besonders in seiner westlichen Uferzone kommen gefährdete Pflanzenarten wie Sumpffarn, Zungen-Hahnenfuß  und Fieberklee vor. Die Ufer aller drei Seen dort bieten seltenen Libellen, die auf saubere Gewässer mit Ufervegetation angewiesen sind, einen Lebensraum.

 

Seltene Vögel wie Seeadler, Schwarzstorch, Kranich und Eisvogel finden im Hellbachtal Nahrung und Brutmöglichkeiten. Rund 20 gekennzeichnete Wanderwege und fast ebenso viele Tourenvorschläge für Radfahrer führen den Besucher im Naturpark Lauenburgische Seen an die schönsten Plätze und zu den Naturschätzen der wald -und wiesenreichen Seenlandschaft.