Notfall ABC
Sonnenbrand
Ist die Haut bereits schmerzhaft gerötet, helfen kühlende Gels, Feuchtigkeit spendende Cremes und After-Sun-Lotionen. Wichtig: Nicht sofort wieder in die Sonne, wenn sich die Haut gerade erst erholt hat! Halten Sie sich mindestens einen Tag im Schatten auf oder bedecken Sie die verbrannten Stellen mit leichter Kleidung.
Die Sonneneinstrahlung wird besonders am Meer oft unterschätzt, weil hier fast immer eine leichte Brise weht. Deshalb konsequent Sonnenschutzmittel verwenden, auch wenn die Sonne Ihnen gar nicht so heiß vorkommt. Kleinkinder brauchen einen höheren Lichtschutzfaktor als Erwachsene (mindestens Lichtschutzfaktor 25). Kopf und Nacken sollten mit einer Mütze oder Tuch bedeckt sein.
Insektenstich
Ein Gel, das kühlt und den Juckreiz lindert, sollte in keiner Reiseapotheke fehlen. Vorbeugend kann man Insekten abwehrende Mittel auf die Haut auftragen.
Zeckenbiss
In Schleswig-Holstein ist bisher kein Fall bekannt, bei dem die gefürchtete FSME-Erkrankung durch Zecken übertragen wurde. Von einer entsprechenden Impfung raten Ärzte deshalb ab.
Entdecken Sie eine Zecke, die sich am Körper festgebissen hat, sollten Sie sie dennoch sofort entfernen. Dabei gehen Sie wie folgt vor: Die Zecke möglichst nah an der Haut mit einer Pinzette oder den Fingernägeln fassen, vorsichtig lockern. Dann langsam mit einer drehenden Bewegung nach oben herausziehen. Die Zecke dabei nicht zerdrücken! Beobachten Sie die Stelle und suchen Sie einen Arzt auf, falls Folgeerscheinungen auftreten.
Kontakt mit Feuerquallen
Quallen treten an Nordsee und Ostsee in manchen Jahren kaum auf, in anderen Jahren stark. Am häufigsten ist die Ohrenqualle, deren schwaches Gift nur bei sehr empfindlichen Menschen Reaktionen hervorruft. Hüten sollte man sich vor Feuerquallen, deren Fangfäden Verbrennungen verursachen. Nach einem Kontakt im Wasser Ruhe bewahren, das Tier vorsichtig abschütteln und an Land gehen. Die Haut nicht reiben, eventuell verbliebene Fäden nicht mit den Händen berühren, kein Süßwasser oder Alkohol darüber schütten!
An bewachten Badestränden haben DLRG-Retter Rasierschaum zur Hand, mit dem das Gift gebunden und anschließend von der Haut abgeschabt werden kann. Auch Essig wirkt neutralisierend. Wenn nichts anderes vorhanden ist, Sand auf die betroffenen Stellen streuen und nach einer Weile mit einem Messer oder ähnlichem Gegenstand (z.B. Plastikkarte) vorsichtig abschaben. Die Haut danach kühlen.






















































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