Emil Noldes "Wunderland von Meer zu Meer"
Emil Nolde
Der große Expressionist Emil Nolde (1867-1956) verbrachte jahrzehntelang die Sommermonate nahe der Nordsee in Seebüll, seinem Wohn- und Atelierhaus, das bis heute von einem prächtigen Blumengarten umgeben ist. Die Winter verbrachte Emil Nolde in Berlin.
Zu Gast in Noldes Haus...
Inmitten der weiten Marschlandschaft der nordfriesischen Gemeinde Neukirchen baute sich der große Expressionist Emil Nolde (1867-1956) sein architektonisch einmaliges Wohn- und Atelierhaus. Seit 1957 steht das Haus in Seebüll als Künstler-Museum allen Interessierten offen und beherbergt wechselnde Ausstellungen zu besonderen Themenkreisen. Rund 100.000 Gäste besuchen jährlich das burgartige Gebäude und lassen sich vom typischen „Nolde-Himmel“ inspirieren.
...und sinnliche Blütenpracht in seinem Garten
Zu Lebzeiten des Malers bot jedes Fenster außerdem einen Blick in den mit Liebe zum Detail gestalteten Garten. „Die Farben der Blumen zogen mich unwiderstehlich an", notierte er in seiner Biographie. Die Blütenpracht konservierte er in farbenprächtigen Aquarellen und Ölgemälden. Von Mai bis September können Besucher sich dienstags und donnerstags einer einstündigen Führung durch die nahezu originalgetreu erhaltene Gartenanlage anschließen.
Noldes Werk vom Badestrand auf dem Laufsteg
Nolde war mit der Landschaft Schleswig-Holsteins tief verbunden. Das weite Marschland, die opulenten Blumengärten und das tosende Meer brachte er in seinem unverwechselbaren Stil auf die Leinwand. Eines seiner Motive schaffte sogar den Sprung auf den Laufsteg.
Die feiernde Großstadtbohème im mondänen Sylter Ort Kampen der 30er Jahre inspirierte Nolde zu seinem weltberühmten Gemälde „Badestrand“. Ein zentrales Element bildet eine Dame im sonnengelben Hosenanzug. Die junge Berliner Modedesignerin Kati Schröder holte das zeitlose Kleidungsstück in die Gegenwart und ließ es auf der Berliner Fashion Week 2008 wieder auferstehen.
Dahlien-Ratafia – Trinkbarer Blütentraum
Ein Ratafia ist ein süßer und gehaltvoller Likörwein aus Traubensaft und Weinbrand, der als Aperitif oder zu süßen Nachspeisen gereicht wird. Traditionell wird er mit Früchten angesetzt und kann auch mit duftenden Blütenblättern aromatisiert werden. Nolde liebte vor allem die Farbenpracht der Dahlien und pflanzte über 80 verschiedene Sorten in seinem Garten an. So wurde für die Museumsshops in Seebüll und Berlin ein einzigartiges Andenken kreiert: Der Dahlien-Ratafia mit seinem herb-frischen Aroma.
Die gelb-orangen und roten Blütenköpfe werden von Hand in Noldes historischem Blumengarten gepflückt und auf der Basis traditioneller Familienrezepte in der Berliner „Manufaktur von Blythen“ zu Ratafia in Bio-Qualität verarbeitet. Die Menge der Abfüllungen bestimmt allein die Natur. Eine kleine Flasche mit 10 cl kostet 14,90€, 20 cl sind für 18,90 € erhältlich.
Nolde Stiftung Seebüll »
Ganz oben in Nordfriesland liegt Seebüll – dort kann man das Haus des Malers Emil Nolde mit Atelier und Ausstellungen besuchen und auch die Blumen seiner Bilder in dem herrlichen Garten finden.
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© Emil Nolde, Dahlien und Sonnenblumen, 1928, Nolde Stiftung Seebüll